Johann Freiherr von Chlumetzky

Biographisches:

Johann Freiherr von Chlumetzky  wurde am 23. März 1834 in Zadar geboren. Sein Vater,  war Anton Ritter von Chlumecky,  er hatte auch einen Bruder namens Peter. Er war mit Leopoldine von Liebenberg verheiratet. Aus dieser Ehe stammt auch der Sohn Leopold von Chlumecky. 1855 schloss Chlumecky das Studiums der Rechtswissenschaften in Wien ab. Bis 1906 war er langjähriger Abgeordneter des mährischen Landtages. 1872 gründete er die Wiener Universität für Bodenkultur. Später leitete er eine Förderung und eine Neuordnung des österreichischen Eisenbahnwesens ein. Chlumecky war langfristig ein wichtiger Politiker.

Bezug zum Ausseerland:

1872 wurde er zum Ehrenbürger von Bad Aussee. Chlumetzky war der ständige Ratgeber von Kaiser Franz Joseph, den er in seinem Ausseer Bauernhaus, Anger Nr. 17, in einer eigens eingerichteten Giebelstube samt angrenzender Dachkammer über Jahrzehnte hin sommers oftmals beherbergte. 1874 wurde er Mitbegründer der Sektion Aussee des österreichischen Alpenvereins. In diesem Jahr arbeitete er auch ein neues Lohnschema für Forstbedienstete im Salzkammergut aus. Ab dem 12.Oktober 1880 war er in Bad Aussee in seinem Bauernhaus ansässig. 1879 und 1880 wurde er gemeinsam mit Clara Schreiber zum Mitbegründer des Ausseer Hausindustrievereines, wo er 1922 auch Präsident wurde. 1885 gab er eine entscheidende Anregung zur Gründung der Alpenpost. Zu Ehren von Johann Freiherr von Chlumecky wurde am 25. August 1900 der Ausseer Hofplatz in „Chlumeckyplatz“ umbenannt. 1898 bis 1904 war er Initiator der ersten k.k. Staats-Telefonanlage im Ausseerland mit damals 37 Sprechstellen. 1907 bis 1909 war er Initiator und Wegbereiter der Salinen-Arbeiter Siedlung „Kolonie“ in Strassen Eselsbach. Am 11. Dezember 1924 starb Chlumecky in Strassen-Anger. Am Samstag dem 27. und am Sonntag dem 28. Juli 1935 (Dem Jahrestag der Öterreichisch-Ungarischen Kriegserklärung an Serbien) in einem Mausoleum in Strassen-Anger in einem Sarkophag aus schneeweißem Kainachtal-Marmor beigesetzt. Danach ist auch heute die „Mausoleumsgasse“ benannt. Im Kammerhofmuseum Bad Aussee kann man die Biographie von Chlumecky genauer recherchieren.

Verfasserin: Katharina Huemer

 

Chlumecky Platz
Chlumeckyplatz. Foto: Katharina Huemer
Chlumecky Mausoleum 1
Chlumecky-Mausoleum. Foto: Katharina Huemer

IMG_6615

Chlumecky Mausoleum 2
Mausoleum in Anger. Foto: Katharina Huemer

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s