Grundlsee

Die Ortsgemeinde Grundlsee wurde nach dem gleichnamigen See benannt und ist mit einer Fläche von 152,22 km² eine der größten der gesamten Steiermark, wobei die Wohnbevölkerung nicht sehr hoch ist. Grundlsee besteht aus fünf Ortschaften – Bräuhof, Gößl, Archkogl, Untertressen und Mosern. Mit 4,14 km2 ist der Grundlsee auch der größte See der Steiermark.

Geschichtliches:

Im 15. Jahrhundert war eine bedeutende Einnahmequelle in Grundlsee der Fischfang und wurde  ein eigenes Amt, in welchem sogar zum ersten Mal ein Fischermeister ernannt. Die Fischerei in Grundlsee war nie in Privatbesitz, sondern gehörte immer schon der Herrschaft.
Früher gab es in Grundlsee sogenannte „Viertelmänner“, die die selbe Funktion hatten, wie heute Bürgermeister und Polizei.
1861 tritt Franz Gaiswinkler sein Amt als erster Bürgermeister an.
Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten 1938 wurde der damalige Bürgermeister Rudi Spieler abgesetzt und durch einen gemeinsamen Bürgermeister für Bad Aussee und Grundlsee ersetzt.
So wie alle Ausseerlandgemeinden zählte Grundlsee von 1938 bis 1948 zu Oberösterreich, kam dann aber wieder zur Steiermark.
Im Mai 1945 wurde Grundlseer Salinenarbeiter Johann Amon von der amerikanischen Besatzungsmacht als Bürgermeister der Gemeinde Grundlsee eingesetzt und blieb es bis zur ersten Gemeindewahl 1950.
Seit 2015 fungiert Franz Steinegger als Bürgermeister von Grundlsee.

Der Wassermann vom Grundlsee:

Vor vielen hundert Jahren fuhren ein paar Männer hinaus auf den See, um zu fischen. Die sonst so genügsamen Naturmenschen grübelten darüber, warum sie ihr Salz von Hallstatt heraufbeziehen mussten.
Doch plötzlich tauchte in unmittelbarer Nähe ein Kopf aus dem Wasser auf. Es war der Wassermann. Die Fischer zogen ihn ins Boot, wobei sich der Wassermann verletzte. Zur Linderung seiner Schmerzen übergossen sie ihn mit Wasser. Als er sich wieder beruhigt hatte, sagte er: „In Eueren Bergen lagert Kern; salzhantig rinnt‘s her und bei den zwei See-Traunen raucht‘s!“, und verschwand wieder im Wasser.
Da begriffen die Männer, dass er den Sandling gemeint hatte. Sie errichteten eine Sudhütte und später eine Saline in Bad Aussee. Seither wird dort viel Salz abgebaut.

Verfasserin: Iris Hödl

grundlsee-bevölkerung.fw

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s