Elisabeth von Österreich-Ungarn

Biographisches:

Elisabeth wurde am 24. Dezember 1837 in München geboren. Sie war die zweitälteste Tochter des Herzog Maximilian und der Herzogin Ludovica von Bayern aus der Linie Wittelsbach. Im Sommer 1853 reiste Sisi nach Bad Ischl um ihre ältere Schwester Helene, ihre Mutter  und ihre Tante zu besuchen. Helene von Bayern sollte eigentlich Kaiser Franz Josef l. vorgestellt werden, doch der Kaiser verliebte sich in Elisabeth, nicht in Helene. Schon am nächsten Tag, dem 18. August, feierten sie ihre Verlobung und am 14. April 1854 heirateten sie in der Wiener Augustiner-Hofkirche. Elisabeth schenkte ihrem Ehemann Kaiser Franz Josef l. vier Kinder namens Sophie, Gisela, Rudolf und Marie. Die ersten drei wurden der Mutter jedoch nach der Geburt entzogen und unter die Obhut ihrer Schwiegermutter Sophie gestellt. Das erste Kind, Sophie, verstarb im Alter von 2 Jahren. Ihr Sohn Kronprinz Rudolf beging im Alter von 31 Jahren Selbstmord. Trotz ihres Einsatzes in Ungarn war Sisi im tiefsten Inneren kein politischer Mensch. Auch ihre Pflichten als Kaiserin interessierten sie nicht sonderlich, bewusst setzte sie jedoch auf die Macht der Schönheit. Die Erhaltung ihrer Figur und der Kult um ihr Äußeres wurden regelrecht zu ihrer Besessenheit. Um als ewig junge Schönheit in die Geschichte einzugehen, ließ sich die Kaiserin ab ihrem 31. Lebensjahr nicht mehr fotografieren und verbarg ihr Gesicht stets unter einem Fächer.

Bezug zum Ausseerland:

Sisi reiste viel, um ihren Problemen zu entfliehen, auch ins Ausseerland. Die Kaiserin war mit Franz Joseph das erste Mal im Juli 1854 im Ausseerland, drei Monate nach ihrer Hochzeit. Danach folgten noch viele Besuche. Am 25. August 1884 kam sie zu Fuß durch den Fludergraben aus Ischl nach Altaussee herüber, stand zum ersten Mal auf dem Loser und übernachtete in der zwei Jahre zuvor erbauten Loserhütte. Der Loser war ihr Lieblingsberg in Aussee, deshalb schrieb sie auch das Loserlied. Nicht zufällig wurde auch ein Klettersteig durch die Loserkrone nach Sisi benannt.  Über jede ihrer Touren hat die Kaiserin auch ein Gedicht verfasst. Die Kaiservilla in Bad Ischl war die Sommerresidenz von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth von Österreich. Nach der Verlobung von Kaiser Franz Joseph I. mit Prinzessin Elisabeth von Bayern im Jahr 1853 erwarb Franz Josephs Mutter, Erzherzogin Sophie, das Anwesen als Hochzeitsgeschenk für das junge Paar. Der Kaiser verbrachte fast jeden Sommer einige Wochen in diesem kleinen Sommerschloss und beinahe jedes Jahr feierte Franz Joseph hier in Bad Ischl am 18. August seinen Geburtstag. Ihre letzte Reise machte Elisabeth nach Genf. Am 10. September 1898 wurde sie mit 60 Jahren an der Uferpromenade von Luigi Lucheni mit einer Nagelfeile erstochen.

Loserlied:

O fraget nicht nach morgen, das Heut ist doch so schön!
Verstreut ins Tal die Sorgen, lasst sie vom Wind verwehn!
Was Eure Herzen möchten, vertrauts dem Loser an;
In lauschig stillen Nächten, verrät dem Mond er’s dann!
Der dient den Englein oben als silbernes Brevier,
woraus den Herrn sie loben und preisen für und für.
So wird der Herr das hören, was untern niemand weiß,
und sollt Er’s euch gewähren, gebt auch dem Loser preis!

Verfasserin: Yasmin Rauscher

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