André Heller

Biographisches:

André Heller, eigentlich Francis Charles Georges Jean André Heller-Hueart wurde am 22. März 1947 in Wien geboren. Sein Vater Stephan übernahm Weiland, Österreich-Ungarns Schokoladenfabrik, die durch ihre Erfindung der Dragées weltberühmt wurde.  Aufgrund seiner jüdischen Herkunft lebte Stephan nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris, dadurch hatte Andre‘ die französische Staatsbürgerschaft. Seine Mutter Elisabeth Heller bezeichnet er als Jahrhundertfrau, sein Bruder Fritz führte die Fabrik weiter. Nachdem er eine Jesuitenschule in Wien besucht hatte, ließ er sich in Schauspiel ausbilden. Mit 14 Jahren hatte André Heller seinen ersten Auftritt im Wiener Café „Hawelka“. Ab 1964: Autor von Liedern, Prosa und Lyrik. Ab 1965: Schauspieler an Avantgarde-Bühnen in Wien. 1967: Bei Gründung des ersten deutschsprachigen Popsenders Ö3 beteiligt. 1968: Veröffentlichung der ersten Platte. Sein erstes Theaterstück „King-Kong-King-Mayer-Mayer-Ling“ wird bei den Wiener Festwochen uraufgeführt. Tätigung als Chansonnier, Zusammenarbeit mit zahlreichen nationalen und internationalen Künstlern. Titel wie „Angstlied“ und „Catherine“ zählen zu seinen wichtigsten Werken. Er covert zusammen mit Wolfgang Ambros das Lied „Für immer jung“ von Bob Dylan. 1976: Mit Bernhard Paul Gründung des Zirkus Roncalli. 1967- 1985: Veröffentlichung von insgesamt vierzehn LPs, die ihm zwölf Goldene Schallplatten und siebenmal Platin einbringen. 1968: Mitfinanzier des Films „Moos auf den Steinen“. Er selbst spielt in Filmen wie „Karl May“ und „Doktor Faustus“ mit. 1981:  André Heller inszeniert das „Poetische Varieté Flic-Flac“. Es folgen weitere bekannte Inszenierungen wie „Theater des Feuers“, „Begnadete Körper“ mit chinesischen Artisten, die Show „Luna Luna“ u.a. mit Salvador Dali, Friedensreich Hundertwasser und „Body and Soul“. Der Künstler gestaltet für Swarowski die „Kristallwelten“. 2003: Entwurf des „Fußball-Globus“, der durch Deutschland tourt, von ihm stammt das Fußball-WM-Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“. 2004: Mit dem Amadeus Austrian Music Award für „Ruf und Echo“ ausgezeichnet.

Bezug zum Ausseerland:

Er zählt zu den erfolgreichsten Multimediakünstlern der Welt und realisiert Projekte unterschiedlicher Art wie Gartenkunstwerke, Wunderkammern und Musikveranstaltungen auf der ganzen Welt und veröffentlichte Prosatexte. Außerdem revolutionierte er den Zirkus und Varieté und verkaufte Millionen von Schallplatten.
Im Rahmen des 56. Narzissenfestes in Bad Aussee entwarf der Künstler eine Blumenskulptur, die auch am Life Ball zu sehen war. Während seiner Schulzeit in den 50er Jahren im Ausseerland besuchte er die Privatschule des ehemaligen SS-Obersturmbannführers Höttl, der ihn mit antisemitischen Beleidigungen konfrontierte.

Verfasserin: Raymi Hirschwehr

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