Barbara Frischmuth

 

Biographisches:

Barbara Frischmuth wurde am 5. Juli 1941 in Altaussee geboren. Nach dem Tod ihres Vaters 1943, führte ihre Mutter das familieneigene Hotel alleine weiter. Barbara Frischmuth ging in Altaussee in die Volksschule, danach besuchte sie das Gymnasium in Gmunden, später wechselte sie wieder an das Gymnasium nach Bad Aussee. Nach beruflichen Veränderungen ihrer Mutter wechselte Barbara 1957 gemeinsam mit ihr den Wohnsitz und zog nach Graz, wo sie 1959 auch maturierte. Im folgenden Herbst begann sie mit dem Studium von Türkisch und Englisch am Dolmetsch-Institut der Karl-Franzens-Universität in Graz. In den Jahren 1960-1961 hielt sie sich an der Universität in Erzurum auf. Die darauffolgenden Jahre wurden von dem Dolmetsch-Diplom für Türkisch (1963) und der Auszeichnung als geprüfte Übersetzerin geprägt. 1965-1966 arbeitete sie als wissenschaftliche Hilfskraft am Orientalistikinstitut. 1966 brach sie ihr Studium der Turkologie, Iranistik und Islamkunde an der Universität Wien ab und  begann hauptberuflich als Schriftstellerin tätig zu sein, doch schon zuvor veröffentlichte sie Gedichte neben ihrem Studium. In den darauffolgenden Jahren besuchte Frischmuth im Rahmen von Auslandsaufenthalten unter anderem die Türkei, Ungarn, Ägypten, England sowie China und Japan.

Bezug zum Ausseerland:

Im Laufe ihrer Karriere erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen wie unter anderem: 1970 Staatsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst für Literatur, 1973 Literaturpreis des Landes Steiermark, 1976 „Writer in residence“ des Oberlin College in Ohio, 1987 Würdigungspreis des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst für Literatur, 1990 Szlabbezs-Preis des Internationalen Hörspielzentrums Unterrabitz, 1999 Franz-Nabl Preis, 2005 Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln und noch viele mehr.
1973 bekam sie einen Sohn namens Florian Anastasius Grün, seit 1988 ist Barbara in zweiter Ehe mit dem Neurologen Dr. Dirk Penner verheiratet. Seit 1999 lebt sie wieder in Altaussee. In Altaussee selbst ist sie unter anderem Obfrau des Literaturmuseums. Gemeinsam mit vielen anderen Kultur- und Literaturinteressierten veranstaltet sie Events verschiedenster Art. Auch die Verbindung zur Natur spiegelt sich nicht nur in ihren Werken wieder. In Altaussee wurde von ihr gemeinsam mit den Gärtnern Anna und Thomas Steiner liebevoll ein Literaturgarten angelegt. Diese Pflanzen stammen großteils aus dem Alpengarten Bad Aussee.

„Von einem bestimmten Zeitpunkt an ist die Stimme des Gartens, sein forderndes Gedeihen, gar nicht mehr zum Verstummen zu bringen. Nicht der Gärtner ist es, der der Natur einen Garten abgetrotzt hat, sondern der Garten hat sich einen Gärtner gefunden, der an seinem Zustandekommen leidenschaftlich interessiert ist.“
Dieses Zitat stammt aus ihrem Buch „Fingerkraut und Feenhandschuh“ und beteuert ihre Leidenschaft zur Natur und ihres Gartens. Doch wahrscheinlich ist und bleibt ihre größte Leidenschaft das Schreiben: „In Venedig könnte ich nicht schreiben und in vielen Städten der Welt auch nicht. Hier in Aussee kann ich schreiben.“
Berühmte Werke von Barbara Frischmuth sind: Löwenmaul und Irisschwert. Gartengeschichten (2003), Der Sommer indem Anna verschwunden war (2004), Marder, Rose, Fink und Laus. Meine Garten-WG (2007), Die Schrift des Freundes (1998), usw…

Die Mondfrau und der Wassermann:

Verfasserin: Marina Schobegger

Barbara Frischmuth

 

 

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