Johannes Brahms

Biographisches:

Johannes Brahms wurde am 7.5.1833 in Hamburg geboren und erhielt ab seinem 7. Lebensjahr Klavierunterricht. Schon als Kind begleitete er seinen Vater, einen Hornisten und Kontrabassisten, wenn dieser in Kneipen zum Tanz oder zur Unterhaltung aufspielte. Nach ersten öffentlichen Auftritten mit 15 Jahren folgten Konzertreisen mit dem Geiger Eduard Remenyi, bei denen Brahms bedeutende weitere Musikerpersönlichkeiten kennenlernte: den Violinvirtuosen und –Pädagogen Joseph Joachim, mit welchem er 1879 eine Konzertreise durch Siebenbürgen antrat, Franz Liszt, Robert und Clara Schumann. Mit den beiden Letztgenannten stand Brahms zeitlebens in einem besonders engen künstlerischen und persönlichen Naheverhältnis. 1865 begannen seinen Virtuosenreisen als Pianist und 1883 jene mit der Hofkapelle Meiningen. Beeindruckend ist nebenbei die Fülle von Brahms´ kompositorischem Schaffen, das er auch während seiner Sommeraufenthalte nicht unterbrach: Pörtschach, Baden-Baden, Wiesbaden, Mürzzuschlag, hier vollendete er seine 4. Sinfonie und  heute befindet sich dort ein Brahms-Museum, 1890-96 in Bad Ischl. Drei von insgesamt acht seiner Italienreisen unternahm er mit einem eng befreundeten chirurgischen Universitätsklinker aus Wien, welcher Musikkenner und –förderer war. Nebst der Komposition von Solokonzerten und Sonaten in verschiedenen Besetzungen, 4 Sinfonien, Rhapsodien, Kammermusik und Chorwerken a capella und mit Orchester, leitete Brahms zwischendurch auch selbst Chöre in Hamburg und Wien. In Wien den Chor der „Wiener Singakademie“ sowie Chor und Orchester der „Gesellschaft der Musikfreunde in Wien“. 1871 erwählte Brahms Wien als seinen endgültigen Wohnsitz, wo er – nahe den Gräbern von Beethoven und Schubert – am Zentralfriedhof seine letzte Ruhestätte fand.

Bezug zum Ausseerland:

Im Zuge einer ausgedehnten Gebirgswanderung mit seinem Vater Johann Jacob Brahms und Dr. Josef Gänsbacher, Professor am Wiener Konservatorium, als „Reiseführer“, lernte der Komponist das Ausseerland 1867 erstmals kennen und schätzen. Am 6.9.1880 ein weiteres Mal im Zuge seines Treffens mit Klara Schumann und deren Tochter Marie. Das musikgeschichtlich bedeutsame Ereignis, Johannes Brahms´Verbindungen zu Aussee betreffend, war wohl die Uraufführung zweier von ihm frisch komponierter Kammermusikwerke.

Der ungarische Ordiarius für Agrar- und Forstwirtschaft Dr. Ladislaus von Wagner, hatte Brahms, der von Bad Ischl aus anreiste, eingeladen, den gerade fertiggestellten Musiksalon seiner Sommervilla, direkt am Altausseer See gelegen, mit dessen Klaviertrio in C-Dur op. 87 (Brahms saß selbst am Flügel) und dem Streichquintett in F-Dur op.88 einzuweihen. Prof. Wagner übernahm selbst den Part an der 1. Violine. An die 90 Zuhörer waren am 25.8.1882 in Gegenwart des deutsch-österreichischen Hochadels Zeugen dieses denkwürdigen Abends.

Am 25. August 1982 fand das erste Brahmsfest statt. Ein Jahr später feierte man ein 2. Brahmsfest zu seinem 150. Geburtstag. Der Promenadenweg zur Kirche wurde ebenfalls nach ihm benannt und heißt somit „Johannes Brahms Weg“.

Verfasserin: Sophia Egger

Johannes Brahms

 

 

 

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